Pokerschule, Johnny Moss und die besten Pokerfaces der Welt
by admin on Mrz 8th in Interessantes aus der Pokerwelt, Spieler und Events
Die letzte Woche ist wir erwartet arbeitsreich aber etwas stressiger als erhofft abgelaufen und somit habe ich erst heute Abend wieder Zeit für einen etwas ausführlicheren Beitrag mit dem ich einige verschiedene Dinge abdecken möchte. Zunächst einmal gibt’s wieder zwei (oder auch nur eines? So sicher bin ich mir da selber nicht) kurze Buchreviews, dann einen kurzen Einblick in den Werdegang eines Pokerprofis und zu guter Letzt bin ich auf youtube noch auf ein paar geniale Werbeclips von FullTilt Poker gestoßen, die ich euch nicht vorenthalten möchte.
Die Poker-Schule
Mittlerweile werden mir auf der Startseite von Amazon die Pokerratgeber schon geradezu nachgeschmissen ![]()
Einer von den vielen die da aktuell aufscheinen ist das Buch „Die Poker-Schule“ vom Verlag Droemer/Knaur. Erhältlich in der ersten Auflage von Februar 2007 – zumindest ist nichts anderes angegeben. Mit 364 Seiten ist dieser Ratgeber schon etwas umfangreicher als die bisher „getesteten“, und mit einem Preis von lediglich € 7,95 (Lieferung kostenfrei) sogar um mehr als die Hälfte günstiger. Bewertet wurde ‚Die Poker-Schule‘ insgesamt mit 4 ½ Sternen, was grundsätzlich nicht schlecht ist. Wenn ich mir allerdings die Rezensionen der Käufer durchlese, bin ich mir nicht sicher ob das Buch auch für mich geeignet ist.
Laut Selbstbeschreibung des Buches beinhaltet es von Anfänger-Grundwissen bis Profitricks alles Wissenswerte um bei Homegames, im Casino und auch im Internet erfolgreich zu spielen.
Irgendwie habe ich aber das Gefühl dass der Unterhaltungswert hier vor dem Informationsgehalt steht.
Die Rezensenten sind nahezu geschlossen der Meinung dass es eines der besten und unterhaltsamsten Anfängerbücher ist. Einige beschreiben es als angenehme und schön zu lesende Urlaubslektüre, andere – vermutlich fortgeschrittenere Spieler – kritisieren die lückenhafte und umständliche Erklärung von Basis-Themen wie Odds, Pot Odds, etc.
Alles in allem also für mich eher weniger interessant, aber da es gibt da ja auch noch:
Die Poker-Uni
Dieses Buch stammt ebenfalls aus dem Hause des Droemer/Knaur- Verlags und aus der Feder des selben Autors (Jan Meinert). Mit 416 Seiten ist es noch umfangreicher als ‚die Poker-Schule‘, € 8,95 belasten die Geldbörse nur unwesentlich mehr. Die Auflage datiert vom 1. August 2007.
Die Produktbeschreibung fällt hier etwas dürftig aus, ich hab‘ mich also gleich mal auf die Rezensionen gestürzt, die dem Ratgeber ebenfalls 4 ½ Sterne verleihen.
Besonders betont wird hier wieder die sehr flüssige Schreibweise die es erlaubt, das Buch schön in einem Zug durchzulesen. Sehr viele Rezensenten sind aber der Meinung dass es eher eine 2. Auflage von ‚die Poker-Schule‘ ist als ein vollwertiges, eigenständiges Werk. Viele Dinge die man bereits in der Poker-Schule findet, werden – wenn auch gekürzt und schneller auf den Punkt gebracht – wiederholt und man findet zu wenig wirklich Neues.
Dennoch würde ich mich eher für dieses Buch entscheiden. Ein kurzes, prägnantes Wiederholen der Basics und anschließend leicht fortgeschrittene Themen sagen mir mehr zu als das reine Anfängerbuch ‚die Poker-Schule‘. Beide Bücher zu kaufen zahlt sich auf jeden Fall nicht aus. Wer blutiger Anfänger ist sollte wohl eher die Schule besuchen, alle anderen können ohne Bedenken direkt auf der Uni einsteigen
Johnny Moss
Wiedermal möchte ich hier einer bereits verstorbenen Pokerlegende die Ehre erweisen und kurz sein Leben und sein Vermächtnis skizzieren.
Der Amerikaner Johnny Moss wurde am 14. Mai 1907 in einer Stadt namens Marshall geboren, und verbrachte seine Jugend in Odessa, einer mittelgroßen Stadt in Texas.
Bereits als kleiner Junge erlernte er das Glücksspiel, Betrüger lehrten ihm auch unfaire und illegale Tricks, die er allerdings Zeit seines Lebens nie zu seinen Gunsten angewandt hat. Vielmehr hat er sich darum bemüht im örtlichen Saloon – wo er als Teenager arbeitete – bei beaufsichtigten Spielen für Recht und Ordnung zu sorgen.
Moss war seinerzeit mit einigen anderen Pokerspielern (wie Nick „the Greek“ Dandalos oder Benny Binion) wesentlich ausschlaggebend dass eine Art Pokerweltmeisterschaft organisiert wurde, die World Series of Poker.
Insgesamt konnte er in seinem Leben 8 Bracelets und mehr als $ 800.000,- Preisgeld gewinnen, zumeist mit der Spielvariante Seven Card Stud. Zudem war er einer der wenigen Spieler der in zwei aufeinanderfolgenden Jahren ein Bracelet gewinnen konnte.
Aus seinem Leben gibt es einige kuriose Anekdoten zu berichten, zum Beispiel bedrohte er regelmäßig andere Spieler wenn er der Meinung war, dass diese bei einem Spiel zu betrügen versuchten.
1979 war er einer der Gründungsmitglieder der Poker Hall of Fame, bis heute ist er unter dem Spitznamen „Grand old man“ in der Pokerszene bekannt und hoch angesehen.
Full Tilt Poker Face
Zum Schluss gibt’s noch etwas aufheiterndes, nämlich die Pokerfaces der Profis vom Team FullTilt. Enjoy
FullTilt Pokerface – Phil Ivey
FullTilt Pokerface – John Juanda
FullTilt Pokerface – Erik Seidel