Gerade hab ich beim ziellosen Surfen durch das Netz – ja das mach ich öfter
– eine paar aktuelle Artikel gefunden die ich hier kurz zusammenfassen möchte:
Da die Wirtschaftskrise auch vor den Anbietern von Online-Glücksspiel nicht halt gemacht hat, halten Experten es für möglich, dass sich einige Anbieter in nächster Zeit neu organisieren werden. Die Rede ist hier vor allem von Zusammenschlüssen bzw. Fusionierungen, um besser für neue wirtschaftliche Aufgaben und Herausforderungen gewappnet zu sein.
Den Anfang – und somit möglicherweise eine ganze Welle von Fusionierungen lostreten – könnten die beiden Anbieter bwin und PartyGaming.
Das größte Problem in der Branche sei die unüberschaubare Anzahl an – vor allem kleiner– Anbieter. Diese werden in Zukunft den gewachsenen Herausforderungen nicht mehr standhalten können, da sie schlichtweg zu wenige Kunden anziehen um profitabel zu wirtschaften. Fusionierungen seien vor allem für diese „Klein- und Kleinstanbieter“ unvermeidlich. Für die größeren und finanzstärkeren Internet-Glücksspielfirmen stellen diese kleinen Anbieter nun eine ideale Beute für eine „feindliche Übernahme“ dar, um so die eigene Produktpalette zu erweitern oder schlichtweg Konkurrenz aus dem Weg zu räumen.
Vor allem die Österreichische Glücksspiel-Firma bwin sei hier besonders gut aufgestellt. Vor kurzem wurde die italienische ‚Gioco Digitale‘ um 115 Mio. erworben, bwin stieg damit zum größten Anbieter von Online-Poker auf.
Experten gehen nun von einem Dominoeffekt aus. Sobald die ersten Unternehmen mit Übernahmen und Fusionen beginnen, werden sämtliche weitere in Kürze folgen denn ‚keiner will der Letzte sein, niemand will übrigbleiben‘.
„2010 wird ein entscheidendes Jahr“ ließ ein hochrangiger Manager eines Online-Anbieters vermelden, jeder könne sowohl Übernehmer als auch Übernahmeziel sein.
Um wieder zu bwin und PartyGaming zurückzukommen: Ein Sprecher von bwin hat gegenüber Journalisten bestätigt dass Gespräche mit PartyGaming geführt werden, wies allerdings auch darauf hin dass in der Branche zur Zeit jeder mit jedem rede. Sowohl bwin als auch Partygaming könnten davon profitieren, man würde sich gegenseitig die Poker- bzw. Casino- und Glücksspiel-Sparte stärken.
Sollte es nun tatsächlich zu einem Zusammenschluss der beiden Unternehmen kommen, könnte hier ein Internet-Riese entstehen, der viele Mitbewerber in Handlungsnot bringen könnte.
Anbieter wie 888, Playtech und Sportingbet würden wie bereits erwähnt stark unter Druck geraten und ebenfalls über Fusionierungen nachdenken müssen, auch alt eingesessene Mitbewerber wie William Hill, Ladbrokes oder Paddy Poker würden ins Hintertreffen geraten.
Der börsennotierte Wert von bwin beträgt zur Zeit 1,6 Mrd. Euro – seit Anfang 2009 eine Verdreifachung (!).
PartyPoker dotiert derzeit auf ebenfalls beeindruckenden 1,3 Mrd. Euro.
Der kürzlich rasante Anstieg der Unternehmenswerte am Kapitalmarkt ist für Experten ein Indiz dafür, dass ein Zusammenschluss eher früh als spät dieses Jahres über die Bühne gehen könnte/wird.
Für weiter Informationen zu den beiden besagten Internet-Glücksspiel-Firmen einfach mal die Homepage aufsuchen:
Ich bin gespannt wie sich die Branche in Zukunft entwickeln wird, und vor allem was sich in dem Zusammenhang für die Spieler ändert bzw. vielleicht sogar verbessert?