Live-Poker und Ich – Teil 2

… und mit ‚Morgen‘ meine ich natürlich wieder mal um ein paar Tage verspätet :)

Naja das Wochenende war einfach ziemlich stressig (Freizeitstress natürlich) und deshalb gibt’s Teil 2 meines Pokerberichts eben erst heute, wo ich wieder zurück bin in Wien….

Nachdem ich ‚meinen Tisch‘ und somit die insgesamt neun Gegner bereits im letzten Posting vorgestellt habe, ging’s nun (also letzen Donnerstag) daran meine ersten paar Live-Hände in einem Casino zu spielen. Für den Abend hab‘ ich mir vorgenommen an meine zuletzt guten Leistungen bei Live-Poker anzuschließen und erstmal nichts zu überstürzen.

Brav hab‘ ich jede schlechte Hand weggeschmissen und die mittelstarken Hände nur aus später Position heraus gespielt. Die kleinen Standard-Moves (zB. wenn noch niemand erhöht hat dann in late position einfach mal ordentlich erhöhen, egal mit welchen Karten) haben auch im Casino ohne Probleme funktioniert (und ich konnte damit das eine oder andere Mal die Blinds abstauben). Bei meinen ersten Erhöhungen beziehungsweise generell bei den ersten Händen die ich gespielt hab‘ war ich ordentlich nervös und konnte diese Nervosität auch schlecht überspielen. Mit der Zeit hat sich das aber gelegt und ich hatte wirklich ein gutes Gefühl – hat Spass gemacht.

Von 19 Uhr weg konnte ich ca 1 ½ Stunden gut mitspielen, hab meinen Chips-Stapel zuerst kontinuierlich erhöht, dann aber leider einen größeren Pot aufgeben müssen und bin wieder etwas unter die 10.000 Chips vom Buy-in gefallen.
Nach den 1 ½ Stunden ist dann leider die – für diesen Abend – alles entscheidende und schicksalhafte Hand gekommen:

  • Pre-Flop, ich bin in Late Position und vor mir sind insgesamt 4 Leute ins Spiel eingestiegen. Ich halte AK suited und erhöhe bei Blinds von 100/200 um 3 Big Blinds auf insgesamt 800.
    Der Spieler direkt nach mir callt meinen Raise, der wiederum nächste Spieler geht All-In.
    Obwohl ich AK suited in der Hand hab‘ bin ich über dieses All-In gar nicht glücklich, nicht zuletzt weil dieser Spieler Chipleader war und ich somit aus dem Turnier fliegen konnte.
    Alle restlichen Spieler folden bis schließlich ich wieder an der Reihe bin und notgedrungen calle. Der dritte verbleibende Spieler der vorhin meinen 800-er Raise gecallt hat schmeisst nach kurzem Überlegen die Karten weg und es kommt zum Showdown. Mein Gegenüber hält: ein paar 9er. Coinflip, sprich beinahe 50/50 – Chance für mich die Hand zu gewinnen.
    Doch leider war mir in diesen Minuten das Glück nicht hold und weder der Flop, noch Turn oder River brachten eine Wende zu meinen Gunsten.

Rückblickend gesehen war sein All-In mit einem Paar 9er nicht wirklich nachzuvollziehen bzw. gerechtfertigt, nachdem ich ja zuerst ordentlich erhöht und ein weiterer Spieler bereits gecallt hatte. Aber ich will mich nicht beschweren, der Abend hat sehr viel Spass gemacht und ich werde dem Concord Card Casino in Simmering bestimmt bald wieder (vielleicht schon diese Woche) einen Besuch abstatten.

Posted by Dominic   @   15 February 2010

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