Live-Poker und ich – Teil 1
by admin on Feb 11th in Erfahrungen
Soeben bin ich wieder vom Concord heimgekehrt in die warme Stube und hab mir noch schnell was Essbares in den Ofen geschmissen. Bis das fertig ist gibt’s die Aufarbeitung des heutigen Pokerabends:
So wie vorgenommen und versprochen hab ich mich also heute um halb sieben auf den Weg Richtung Simmering gemacht um das erste Mal an einem Live-Poker Turnier in einem Card Casino teilzunehmen. Das Concord hat sich hier besonders angeboten da mir einige Freunde bereits positiv davon berichtet haben. Die Wegstrecke von meiner Wohnung zu besagtem Casino beträgt außerdem lediglich 20 Minuten und lässt sich bequem mit der Straßenbahn zurücklegen, die Haltestelle befindet sich quasi direkt vor dem Eingang zum Glücksspiel-Etablissement meines Vertrauens
Dort angekommen wurde erst mal die Jacke abgegeben, anschließend musste ich mich als neuer ‚Kunde‘ registrieren und einen Ausweis vorlegen. Da es eben mein erster Besuch im Concord Simmering war, habe ich mich gleich mal nach dem Turnier erkundigt und wurde ans andere Ende des Gebäudes verwiesen. Das Ganze ist im Prinzip ein riesiger Raum, am Beginn findet man Spielautomaten und Black-Jack Tische, der restliche Platz ist – kann man wirklich sagen – vollgestopft mit Pokertischen. Soweit ich es überblicken konnte waren es knapp 40 an der Zahl.
Am anderen Ende des Raumes angekommen entledigte ich mich der € 25,- Buy-in und erhielt dafür einen kleinen Bon mit Tisch- sowie Sitzplatznummer. Kurz darauf wurde man über Lautsprecher auch schon aufgefordert seinen Platz aufzusuchen damit das Turnier – pünktlich um 19 Uhr – beginnen konnte.
Ich nahm also an meinem Tisch Platz und warf erst mal einen kritischen Blick in die Runde. Nach meiner ersten Einschätzung war ein guter Querschnitt durch die Gesellschaft anwesend:
• Zwei lockere Studenten die gute Freunde zu sein schienen
• Der nervös wirkender Herr Mitte 40, der nur gebrochen Deutsch spricht
• Ein netter Herr Ende 50, der gerade überlegt welchen Mercedes er sich zur Pensionierung leisten soll
• Der korpulente, schüchtern wirkender Herr Ende 40
• Ein „Phantom“ das sowohl Student der Soziologie, als auch Kundenberater in der Alpin-Abteilung bei Hervis sein konnte
• Der junge, forsche, braungebrannte, italienisch-türkisch-stämmige, selbsternannte Mädchenschwarm der mit Jogginghose, Hemd und Levis-Haube ins Casino geht
• Ein deutsch-stämmiger, blonde Mitte-30-er Geschäftsmann mit feinem hellrosa Hemd und Anzughose
• Und zu guter Letzt der freundliche Bodybuilder von nebenan der am besten gleich eine Sammelbestellung für die ganzen RedBull sugarfree an diesem Abend machen hätte sollen
Das Klima am Tisch war binnen kurzer Zeit sehr locker und es wurde – mit Ausnahmen – quer durch die Bank Small-Talk geführt.
Schließlich war es dann soweit, nach einer kurzen Lautsprecherdurchsage samt Erklärung des Turnierverlaufes wurden vom Dealer zum ersten Mal die Karten ausgeteilt.
So mein Essen ist fertig – Teil zwei des Berichts folgt morgen