Ein Tisch allein ist doch langweilig

Nachdem ich das Multitable-Pokern ja schon seit einiger Zeit auf eigene Faust erkundet und ausprobiert habe, gibt’s nun endlich den passenden Artikel dazu, und damit den letzten Eintrag vor Neujahr. Nachdem ich über Silvester wir bereits einmal ein paar Tage in Prag verbringen werde, gibt’s das nächste Posting (vermutlich den letzten Bronze-Artikel) dann Anfang Jänner nächste Jahr.

Doch nun zu „Der perfekte Einstieg ins Multitabling“

Grundsätzlich ist es ja so: Wenn man an einem Tisch erfolgreich spielt und gewinnt, warum dann nicht auch auf zwei oder mehr Tischen?

Der Gedanke ist richtig, dennoch gibt es einige Dinge zu beachten. Mit Multitabling kann man aber auf jeden Fall:

  • Den Gewinn pro Stunde steigern
  • Das eigene Spiel verbessern, wenn einem auf einem einzelnen Tisch langweilig wird und man deshalb unkonzentriert spielt
  • Die Zeit zum Freispielen diverser Boni verkürzen

Aber wann sollte man beginnen auf mehr als einem Tisch zu spielen bzw. wie viele sollten es maximal sein?  Ein guter Indikator dafür ist Langeweile. Wenn man zu viele Hände spielt oder fragwürdige Moves ausführt nur weil einem langweilig ist sollte man auf jeden Fall mehr Tische spielen. Weitere Indikatoren dass man mit Multitabling beginnen sollte sind auch:

  • Man schlägt das aktuelle Spiellimit
  • Man beherrscht seine Strategie
  • In Standardsituationen reagiert man sicher und schnell

Was ich mich auch immer gefragt habe ist: Beeinträchtigt Multitabling eigentlich mein Bankrollmanagement? Die Antwort die einem in diesem Artikel gegeben wird ist ganz klar: nein, es macht für das Bankrollmanagement keinen Unterschied ob man 1 oder 5 Tische spielt.

Wieviel Tische man nun konkret spielen sollte, hängt unter anderem ab:

  • Von der Spielvariante
  • Vom Limit
  • Von einem selbst

Die „richtige“ Tischanzahl muss also jeder für sich selbst bestimmen, nur deshalb 12 Tische zu spielen um damit anzugeben hat aber wenig Sinn ;)

Das Maximum sind übrigens 24 Tische, und diese Anzahl wird anscheinend auch nur von ein paar Pokerseiten angeboten.

Da bei Multitabling mehr Konzentration, Aufmerksamkeit und Reaktion gefordert ist, gibt es einige Tips wie man zu schneller Ermüdung entgegenwirken kann.

  • Das vierfarbige Kartendeck aktivieren um Flush-Draws etc. schneller/leichter zu erkennen.
  • Chat deaktivieren um dadurch nicht abgelenkt zu werden
  • Animationen ebenfalls deaktivieren um die Augen etwas zu entspannen
  • Ein schlichtes und kontrastreiches Tischlayout verwenden
  • Regelmäßig Pausen einlegen. Besonders bewährt haben sich 90-Minuten Rhythmen, zwischen denen man immer ca. 6 Minuten Pause einlegt um sich einen Kaffee zu machen, kurz an die frische Luft zu gehen oder ähnlichen

Ein guter Tip aus dem Artikel ist auch, sich Stopp-Loss-Limits zu setzen, also vor dem Spielen bereits festzulegen bei welchem Verlust man die Session auf jeden Fall beendet.

Soweit ein Auszug aus dem vorletzten Bronze-Artikel, jetzt geht’s für mich auf nach Prag. Euch allen einen guten Rutsch und ein erfolgreiches (Poker)Jahr 2010! :)

Posted by Dominic   @   29 December 2009

Mehr zu diesem Thema hier im Blog

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