Gestern hab ich wieder mal eine kleine Runde „Live-Poker“ mit ein paar Freunden absolviert. Leider verlief es für mich nicht wirklich erfolgreich und es hat sich somit finanziell auch nicht gelohnt. Ein Problem dass ich dabei hatte war vor allem die geringe Anzahl an Spielern, insgesamt waren wir nämlich nur zu fünft.
Aus diesem Grund habe ich mich gleich darauf etwas zum Thema „Shorthanded“ (= 6 Spieler oder weniger) informiert und möchte meine neuen Erkenntnisse hier kurz zusammenfassen:
Wichtig ist es zunächst einmal wesentlich aggressiver zu spielen als bei Fullring-Spielen. Da man öfter in die Blinds kommt kann man es sich einfach nicht leisten zu lange abzuwarten bis die besten Karten kommen (wie etwa bei der online Shortstack-Strategie). Dennoch sollte man keinesfalls alle beliebigen Karten spielen. Man muss seine Gegner etwas kennenlernen und genau abschätzen, um auf ihre Aktionen auch bestmöglich reagieren zu können. Ist ein Mitspieler ein „Maniac“ der fast jede Hand spielt, kann man durchaus mal mit schlechteren Händen callen. Spielt eine Person hingegen nur sehr wenige bzw. nur die besten Karten, sollte man um einiges vorsichtiger agieren.
Grundsätzlich: Blätter wie AT und bessere Beikarte, KQ, QJ kann man eigentlich immer raisen, falls das noch niemand getan hat. Etwas anders verhält es sich auf einem Tisch auf dem grundsätzlich sehr aggressiv gespielt und viel geraist wird. Hier sollte man – vor allem wenn man reraist – eher auf Startkarten wie AA, KK, AK vertrauen.
Weiters ist es Berechnungen wie Pott Odds und Outs in sein Spiel miteinzubeziehen. Vor allem Pott Odds muss ich mir selber noch einmal genauer ansehen und werde dann in einem der nächsten Postings darüber berichten.
Wer beim Shorthanded-Spiel bluffen möchte sollte vor dem Flop raisen und am Flop ebenfalls eine saftige Erhöhung einbringen, um so seine Gegner abzuschrecken.
Man braucht für diese Variante also viel Erfahrung und Routine, vor allem um sich auch auf jeden Spieler individuell einstellen zu können.