Homegame – Unsere Anfänge IV

by Martin on Apr 20th in Allgemeines

Pokern – das neue Pausenspiel unserer Klasse. Es waren immer die selben Leute beteiligt und es gab immer jemanden, der nach dem Läuten der Pausenglocke schrie: “Pokern”. Jeder einzelne hatte seine Bankroll, aus Cent Münzen dabei. Die Schulstunden wurden teilweise dazu verwendet, die Bankroll zu zählen und zu bestaunen, was man in der letzten Pause oder Woche Geld verloren oder gewonnen hatte. Jeder hatte ein Kartendeck mit, mit dem dann abwechselnd in den Pausen gespielt wurde. In den Schulstunden wurde auch das Mischen geübt. Auch wenn es nur um kleine Geldbeträge ging, stieß unserer neue Spielleidenschaft bei vielen Kollegen auf Unverständnis. Wieso muss man um Geld spielen? Das ist an sich schon eine gute Frage, aber auch eine, die ich sehr einfach beantworten kann. Wenn man um Geld spielt, hat man eine Motivation gut zu spielen und das beste aus seinen Karten zu machen. Auch wenn es nur kleine Beträge waren, wurde darum erbittert gekämpft, denn es wurde immer auch Prestige mit dazu gewonnen. Als weitere Phase in unserem Spielverhalten kann man jene Zeit bezeichnen, in der jeder Jetons mit in die Schule genommen hat. Es begann nämlich die Zeit der Chip Tricks. Unter der Stunde spielten viele mit seinen Jetons und manche Lehrer waren schon bald von dem Lauten Aufkommen der Chips auf den Tischen genervt. Manch einer wuchs hier wirklich über sich hinaus, sodass es auch Verletzungen gab, falls jemand zu intensiv den Anti Gravity geübt hatte. In jeder neuen Pause wurde stolz präsentiert, wer welche neuen Chip Tricks beherrschte.

Euer Johannes

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