Die häufigsten Anfängerfehler – Teil 1

Ich sitz gerade im Zug nach Wien und hab somit wieder knapp eineinhalb Stunden zur Verfügung die ich mir ganz gern mit ein paar Strategieeinheiten auf Pokerstrategy vertreibe. Ich hab‘ ja angekündigt über den ersten Bronze-Artikel, „Die 8 häufigsten Anfängerfehler“ noch eine kurze Zusammenfassung bzw. ‚Reflexion‘ meinerseits zu verfassen. So here we go.

Zunächst geht’s mal um das richtige Bankrollmanagement, dass man hier immer konservativ handeln sollte und sich keinesfalls dazu verleiten lassen soll ein zu hohes Limit zu spielen. Auch ich bin in letzter Zeit nicht ganz brav gewesen was das betrifft, jedoch passt bei einem Abstieg auf das niedrigere NL4 ja so einiges andere dann nicht, deshalb bin ich nach wie vor auf NL10.

Es wird noch einmal darauf hingewiesen dass einem das richtige Bankrollmanagement vor allem vor teuren Fehlern zu Beginn – von denen sich bei mir auch schon der eine oder andere eingeschlichen hat – und natürlich dem kompletten Bankrott bei Pechsträhnen schützen soll.

Der nächste (schwerwiegende) Anfängerfehler, vor dem aber auch Profis nicht gefeit sind, ist das sogenannte ‚Tilt‘. Das bedeutet dass man sein Spiel aufgrund von Ärger über Bad Beats, die man kassiert hat spontan abändert und somit Gefahr läuft aufgrund unüberlegter Aktionen noch mehr Geld zu verlieren. Auch wenn man eine besonders glückliche Phase hat kann es vorkommen dass man sich unschlagbar fühlt und deshalb leichtsinnig wird. Wenn man nun merkt dass man anfängt zu tilten sollte man unbedingt eine Pause einlegen, sich beruhigen und erst nach einiger Zeit wieder an die Tische zurückkehren. Manche meiner Freunde sperren ihren Pokeraccount sogar freiwillig für einige Zeit (Funktion bei diversen Pokeranbietern) bei einer anhaltend schlechten Phase, um sich selbst davor zu schützen viele unüberlegte und leichtsinnige Entscheidungen zu treffen. ;)

Ein weiterer Tip aus diesem Artikel: Man soll seine Gegner durchaus respektieren, aber keine Angst vor ihnen haben, sprich aus Furcht vor einer übermächtigen Hand zu oft folden. An dieser Stelle wird einem auch gesagt dass man sich bewusst machen soll dass man ja selbst kein Geld eingezahlt hat, sonder die $ 50,- (und später noch $ 100,- Bonus) von Pokerstrategy geschenkt bekommen hat. Somit kann man vielleicht etwas befreiter spielen. Na ich hoffe mal bei mir ist dieses Geschenk von Pokerstrategy nicht bald Geschichte :)

Weiters wird zum Thema „Gegner“ auch noch gesagt dass man auf keinen Fall Bad Beats duch vermeintlich schlechtere Spieler persönlich nehmen soll. Auch wenn man zig mal gegen den selben Spieler noch durch Pech am River verliert, darf man dies nicht persönlich nehmen, sonst trifft man schnell falsche Entscheidungen bzw. ist „on tilt“. Bei meiner aktuellen Spielweise würde ich meinen dass mir das auch nicht so leicht passieren kann, schließlich spiele ich ja auf mehrere Tische verteilt gegen so viele verschiedene Spieler dass ich teilweise gar nicht mitbekomme WER mich nun schon WIE OFT glücklich geschlagen hat. Da man weiters denselben Spieler vermutlich nie wieder auf einem Pokertisch begegnen wird ist es sinnlos ihn durch besonders trickreiches Spiel zu beeindrucken, man verliert meistens nur selber dabei.

Ein weiterer Fehler: „Je mehr Tische ich spiele, desto mehr gewinne ich“. An und für sich richtig, aber nur wenn man auch auf allen Tischen garantiert fehlerlos spielen kann. Hier habe ich wohl selbst schon die meisten Erfahrungen gemacht bzw. am meisten herumexperimentiert. Grundsätzlich halte ich mich zur Zeit an eine simple Regel die mir mein Pokerfreund gesagt hat: Sofern ich auf allen die laut Handbuch RICHTIGEN Aktionen tätigen kann ohne dabei auf irgend einem der Tische ausgezählt – also wegen zu langer Wartezeit automatisch gefoldet – zu werden, bin ich mit der richtigen Anzahl an Tischen unterwegs.

Den Rest vom Schützenfest – also von diesem Bronzeartikel – gibt’s im morgigen Posting, jetzt freu ich mich aber schon auf Wien und noch eine gepflegte Runde Poker nach diesem enthaltsamen Wochenende ;)

Posted by Dominic   @   23 November 2009

Mehr zu diesem Thema hier im Blog

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