Die 8 Spielertypen – Teil 3
by admin on Jan 8th in Allgemeines, Tipps und Tricks
Zum Abschluss des allerletzten Bronze-Artikels fehlt nun nur noch ein Spielertyp:
Der Donkey
Als Donkey bezeichnet man Gegner die besonders auffällig spielen. Nämlich auffällig schlecht Ihre Aktionen und Spielzüge sind in der Regel herzlich sinnlos und logisch meist nicht nachvollziehbar. Er hat kaum Ahnung von irgendwelchen Pokerstrategien- bzw. Spielweisen. Er sieht einfach nur gerne einen Flop und kann sich nicht erklären warum die anderen Spieler vor dem Flop ständig erhöhen. Deshalb vermutet er bei anderen Spielern ständig einen Bluff, und callt mit den unmöglichsten Händen. Er setzt und erhöht wenn es keinen Sinn ergibt. Weiters versucht er oft am River mit seinen „busted Draws“ – die er zuvor meist passiv gespielt hat – zu bluffen. Grundsätzlich liebt ein Donkey das Slowplay, stellt aber auch mit Nichts gerne mal sein gesamtes Geld in die Mitte. Er bedient sich auch anderern „Strategien“, wie der einer Callingstation oder eines Maniacs.
Durch ihre sinnfreie Spielweise bringen sie gerne andere Spieler auf tilt, insofern sollte man sie nicht zu sehr unterschätzen. Wenn man nun einen Donkey am Tisch hat, sollte man folgende beachten:
• Schlichtes ABC Poker spielen, aber den Gegner dabei nicht aus den Augen lassen
• Nerven bewahren und nicht auf tilt gehen, ansonsten sollte man lieber den Tisch wechseln
Vor allem wenn man mit dem Online-Poker beginnt und auf niedrigen Limits spielt, sollte man nach Callingstations, Nits und Donkeys Ausschau halten, um mit deren Geld seine Bankroll zu bereichern.
Meiner Meinung nach war dies einer der besten und – vor allem das Video – amüsantesten Theorielektionen bisher. Ich weiß nun welche Spielweise für mich langfristig am lukrativsten ist, und wie ich andere Spielertypen erkenne und „behandle“.
Morgen werde ich – vermutlich ohne Laptop – auf einen Kurzbesuch in Oberösterreich sein, am Sonntag gibt’s den nächsten Eintrag. Dann hoffentlich wieder mit ein bisschen mehr Praxisbezug.