Die 8 Spielertypen – Teil 1

Ich möchte gleich da anschließen wo ich im letzten Posting aufgehört habe:

Das Gegenteil-Prinzip. Egal ob mein Gegner loose oder tight spielt, ich stelle mich auf ihn ein und wende immer die genau gegenteilige Strategie an. Er spielt loose, ich spiele tight. Und umgekehrt.

Blufft er viel, dann spiele ich zurückhaltend, ist mein Gegner hingegen selber passiv, übernehme ich die Initiative.

Als nächstes geht’s nun konkret um die 8 verschiedenen Spielertypen, angefangen bei:

Der Rock
Rock bedeutet in dem Fall Stein, und genauso verhält sich dieser Spieler auch. Er sitzt (vielleicht sogar stundenlang) da und macht genau NICHTS. Er wartet auf die bestmöglichen Karten, das heißt: Wenn er denn mal setzt kann man sich ziemlich sicher sein dass er eine sehr starke Hand hält.

Wie geht man am besten gegen diesen Spielertyp vor?

  • Ignorieren
  • Seine Blinds angreifen so oft es geht
  • Callt er vor dem Flop nur, wird am Turn meist eine Continuation Bet zum Erfolg führen
  • Wenn er selbst Action macht: Aus der Bahn!

Die Nit
Die Nit ist eine etwas abgeschwächte Variante des Rock. Sie glaubt gutes, tightes Poker zu spielen, hat da aber ein paar Sachen nicht ganz richtig verstanden ;)
Am Flop spielt sie zumeist noch solide und sauber (möglicherweise nach einer Starting Hands Chart), ist jedoch am Flop, Turn und River hoffnungslos überfordert und verloren (erinnert mich irgendwie an mein eigenes Spiel ;) ). Insofern gelten gegen eine Nit dieselben Richtlinien wie gegen einen Rock, sprich:

  • Aggressives Spiel zwingt diesen Spielertyp dazu, seine Karten zu folden

Der weak-tighte Spieler
Der nächste Schritt in Richtung „Normalität“ ist der weak-tighte Spieler. Sein Problem ist jedoch, dass er sich oft (trotz guter Karten) gegen aggressive Spieler nicht traut das Richtige zu tun. Diesen Spielertyp wird man am Tisch nicht sofort erkennen, aber nach ein paar Runden sollte man diese Spielweise doch erkennen und folgendermaßen dagegen vorgehen:

  • Häufig seine Blinds angreifen und Contibets setzen
  • Aggressives Spiel stellt ihn vor Probleme und er wird oft den fold als Ausweg wählen

Der TAG
Tag steht für tight-aggressive. Sofern man Ahnung vom Poker hat, spielt man diesen Stil. Wenn man diverse Strategien von Pokerstrategy oder anderen Pokerratgebern verstanden hat, sollte man ein solides Spiel drauf haben, und seine Schwächen kennen. Somit kennt man auch die Schwächen anderer TAGs. Als weitere Richtlinien gelten:

  • TAGs sind nicht die bevorzugten Gegner am Tisch, lieber sollte man sich auf schwächere Spielertypen konzentrieren und versuchen an deren Geld zu kommen
  • Floglich: Sind keine Fische (schwache Spieler die man leicht ausnehmen kann) am aktuellen Tisch, sollte man sich einen anderen suchen
  • Als Übungspartner (um sein eigenes Spiel zu verbessern) sind TAGs durchaus zu gebrauchen, jedoch werden sie nicht viel Geld abwerfen

So… dieses war der erste Streich, doch der zweite (die restlichen 4 Spieltypen ;) ) folgt sogleich. Und mit ‚sogleich‘ meine ich ‚frühestens morgen‘ :P

Posted by Dominic   @   5 January 2010

Mehr zu diesem Thema hier im Blog

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